Wenn das Spiel Brasilien gegen Chile schon spannend war, dann war das gestrige Deutschland-Spiel noch die Steigerung. Wer hätte vor dem Anpfiff gedacht, dass es nach 90 Minuten 0:0 stehen würde? Die deutsche Mannschaft schien völlig von Anfang an völlig von der Rolle und das, obwohl die Startaufstellung doch Hoffnung machte. Statt Hummels spielte Boateng in der Mitte, Mustafi auf rechts außen; statt Khedira durfte endlich Schweini von Beginn an ran und statt des angeschlagenen Poldis spielte Götze. Auf dem Papier also eine super Ausgangslage. Dass es alles andere als super wurde, habe ich nicht erwartet. Und Jogi Bär anscheinend auch nicht.
Entgegen aller - selbst im Internet - verfügbaren Informationen schienen die Jungs vollkommen überfordert mit der Situation, dass Algerien alles nach vorne schmeißt, wenn's geht und ansonsten eben ständig dem Ballführenden auf den Füßen steht. So war's dann nämlich auch. Im Mittelfeld ging gar nix, nur mit Glück hielt das 0:0 überhaupt die 90 Minuten durch. Denn der erwartet starke Slimani traf per Kopf, der Treffer zählte wegen Abseits nicht. Aber statt endlich dem Spiel einen Stempel aufzudrücken... Pustekuchen.
Ohne jetzt jede Szene noch mal sezieren zu wollen, war das Spiel einfach nicht gut. Mein Eindruck war, dass die Chefrolle im Mittelfeld durch den Einsatz von Schweini irgendwie nicht mehr klar war. Toni Kroos enttäuschte mich zum ersten Mal gänzlich, Schweini hat mich nicht überzeugt, Philipp Lahm ist im Mittelfeld eh Fehl am Platze. Mesut Özil war auch nicht präsent. Dass er das 2:1 geschossen hat, war irgendwie mehr Glück als Verstand.... und unverdient. Aber immerhin, wir wollen ja nicht meckern. ;-)
Fassen wir mal zusammen: Rumpelfußball, 2 Tore in der Verlängerung, Viertelfinale. Nicht schön, aber egal. Im Viertelfinale wartet mit Frankreich endlich wieder ein europäisches Team und das liegt uns bekanntermaßen besser. Mit Frankreich kommt da auch nicht irgendwer um die Ecke, sondern ein spielstarkes Team. Zwar sind sie ohne Ribery in Brasilien, aber den Ausfall haben sie gut kompensiert. Es scheint fast, als wäre der Ausfall gut für den Teamgeist gewesen. Auf jeden Fall haben sie sich immer gut aus der Affäre ziehen können, selbst das schwache Achtelfinalspiel gegen starke Nigerianer gewannen unsere Nachbarn (zurecht) mit 2:0. Das Spiel verspricht also einen anderen Fußball als gegen die Afrikaner. Sowohl Nigeria, als auch Algerien spielten körperbetont und offensiv, insgesamt unangenehm für die europäischen Teams. Das direkte Duell wird uns dagegen wieder den gewohnten mitteleuropäischen Stil zeigen, denn auch Holland und Belgien von der Anlage her spielen. Ich finde, die WM zeigt recht deutlich den Unterschied zwischen den Kontinenten und da ich mit unserer, europäischer Spielanlage groß geworden bin, finde ich unseren Fußball auch am schönsten. :-) Die Beurteilung der anderen Team lasse ich an dieser Stelle, darum geht's jetzt nicht. Ich freue mich auf das Spiel, einfach weil es nach dem Auftaktsieg gegen Portugal endlich mal wieder eine europäische Mannschaft zu schlagen gilt.
Heute werden nun die letzten beiden Plätze vergeben. Belgien oder USA? Argentinien oder Schweiz?
Auf dem Papier sind beide Partien leicht zu beurteilen. Aber sowohl die Schweiz, als auch die USA haben in der Vorrunde gezeigt, warum sie eben weiter gekommen sind. Nicht Portugal (USA), nicht Ecuador (Schweiz). Reicht das gegen die Größeren? Schwierig... Die Schweiz muss deutlich aktiver werden, mehr Chancen verwerten und v.a. Messi aus dem Spiel nehmen. Denn der braucht ja nur eine Chance, wie wir wissen. Die Qualität ist grundsätzlich da und Ottmar Hitzfeld ist ein wahrer Profi. Wer, wenn nicht er?
Nun ja... bei aller Statistik wird doch wie immer der Favorit das Spiel entscheiden. Das war bei Brasilien so (wenn auch erst im 11m-Schießen), bei Holland und auch bei uns. Deshalb brauchen die Schweiz und die USA mehr als nur alles Können, sie brauchen auch das entscheidende Quäntchen Glück.
Den Amerikanern traue ich dabei weniger Geschick zu, sorry Klinsi. Auch wenn Jürgen Klinsmann dem US-Team ein Update auf guten Fußball gegeben hat, so fehlt doch die wahre Klasse. Das letzte Gruppenspiel gegen uns kann kaum als Fingerzeig herhalten, da es für beide eigentlich um nichts mehr ging. Gegen Belgien geht's da schon um alles. Die USA kommen immer über Motivation und Heimatliebe, die Belgier über individuelle Klasse und Erfahrung. Deshalb geht mein Tipp dort mit Belgien.
Im Spiel Argentinien bin ich eher auf der Seite des Favoriten. Zwar würde ich es Ottmar Hitzfeld gönnen, nur das alleine kann keinen Sieg erzielen. Er hat ein paar richtig gute Jungs in seinen Reihen, aber das hat Argentinien auch. Wenn die Eidgenossen es schaffen, lange das 0:0 zu halten und vielleicht sogar in Führung zu gehen, dann wird Argentinien aufmachen. Das Ziel sollte nur nicht sein, sich hinten einzuigeln und abzuwarten. Wenig Standards geben Messi nicht die Gelegenheit, aus dem Stand zu treffen. Hitzfeld wird's schon richten. Ich drücke der Schwiiiz die Daumen, glaube aber nicht so recht an ein Weiterkommen.
Nach den beiden Spielen ist dann erst mal Durchatmen angesagt und sich wieder an Tage ohne Fußball gewöhnen. Am Freitag geht's weiter.
Vorher gucken wir auf die möglichen Gegner für Holland im Halbfinale. ;-)
...Sa Le
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Dienstag, 1. Juli 2014
All Eyes On Brasil: Ausblick und Fazit
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Donnerstag, 26. Juni 2014
All Eyes On Brasil 2014: Heute werden die letzten 4 Plätze vergeben
Die Achtelfinals sind so gut wie komplett. 4 Teams fehlen noch - wobei Belgien schon so gut wie durch ist.
Heute zeigt die FIFA, dass sie doch des Alphabetes mächtig sind und lassen unsere Gruppe G zuerst ran. Die bessere Ausgangsposition haben der DFB-Tross und die Soccer-Stars aus den USA mit jeweils 4 Punkten. Portugal und Ghana haben beide einen Punkt. Der Casus Knacksus daran ist zweifelsohne, dass die punktgleichen Teams gegeneinander spielen. Es sind also durchaus Überraschungen möglich. Auf dem Papier kann es für unser Spiel keine zwei Meinungen geben. Na klar hat der US-Amerikanische Fußball an Beliebtheit zugenommen, aber was sagt das über die Mannschaft? Nichts, richtig. Die Arbeit von Jürgen Klinsmann ist das schon eher wegweisend. Letztlich profitiert unsere Elf selbst noch von seiner Tätigkeit. Würde sonst Jogi auf unserer Bank sitzen?! Auf jeden Fall hat Klinsi den Fußball dort verändert, ich finde, deutlich europäischer gemacht. Spielaufbau und Taktik zumindest. Dass das Team die Taktik ab Anpfiff in den Wind schießt, steht auf einem anderen Blatt. Für die Experten des Öffentlich-Rechtlichen ist diese Art zu spielen die größte Stärke, für mich ist es die größte Schwäche. Das Entscheidende wird sein: Was macht Jogi Bär? Stellt er eine 11 auf, die sich an den Amis orientiert oder stellt er seine Jungs so auf, dass die Amis sich uns anpassen müssen? Schon bei der WM 2010 war deutlich sichtbar, dass Anpassung nicht der Weg zu Erfolg ist, sondern wenn der Gegner sich mit der eigenen Spielweise arrangieren muss. Die Aufstellung von Jogi wird es zeigen. Letztlich sind die Mannen von Klinsi egal (sorry), weil wir dem Spiel den Stempel aufdrücken müssen. Ich erwarte eine andere Aufstellung als gegen Ghana. Die hat uns gegen Portugal geholfen, gegen Ghana schon nicht mehr und die Amis spielen wieder anders. Ein Start mit Klose als "echten" Stürmer und Müller als "gelernten" Stürmer wäre super. Und vielleicht darf endlich mal Schweini von Anfang an ran, dann kann das Bayern-Mittelfeld mit ihm, Lahm und Kroos richtig zaubern.
Wie gesagt: Für dieses Spiel kann es keine zwei Meinungen geben. Eine Niederlage wäre nicht nur total bescheuert, sondern auch eine Schmach. Ich erwarte, dass die Jungs zeigen, wo sie in diesem Turnier hin wollen! Ich hoffe, dass Jogi und der DFB nicht auf den zweiten Platz in der Gruppe spekulieren, um den Brasilianer. Aus dem Weg zu gehen...
Das zweite Spiel, Portugal gegen Ghana, wird für die Amis noch interessant werden. Bei einer Niederlage haben sie zwar 4 Punkte, der Sieger aus der Partie aber auch. Aufgrund des Torverhältnisses des deutschen Teams müssten Ghana und Portugal aber irre viele Tore schießen. Das halte ich doch für unwahrscheinlich. Ich glaube sogar, dass sich die Portugiesen mit Ghana auch schwer tun werden. Normalerweiser können diese beiden Deutschland nicht einholen, wenn wir verlieren und sie gewinnen (Torverhältnis sei Dank). Den Amerikanern geht's da nicht ganz so gut. Hier entscheidet die Höhe von Sieg und Niederlage in beiden Spielen über ein Weiterkommen.
Ich freue mich auf die Spiele!
Aber gucken wir schnell noch auf Gruppe H um Belgien. Sie haben es selbst in der Hand gegen Südkorea. Die Asiaten haben mich ein bisschen enttäuscht (ich habe sie auf Platz 2 gesehen) und stehen mit nur einem Punkt da, während Algerien z.B. 3 Punkte vorweisen kann. Ob sie noch mal alles geben heute, werden wir sehen. Belgien ist für mich der klare Favorit der Gruppe gewesen, konnte es aber nicht so deutlich wie erhofft zeigen. Ein schwaches 2:1 und 1:0 waren die Ausbeute. Ich erwarte von diesem Spiel also nicht allzu viele Tore. Südkorea müsste Belgien schon schlagen, um überhaupt eine Chance zu haben...
Das andere Spiel ist Russland gegen Algerien, wobei letztere die bessere Ausgangslage haben. Sie sind Gruppenzweite u.a. aufgrund eines verdienten 4:2 gegen Südkorea im letzten Spiel. Auch gegen Belgien waren die Algerier eine harte Nuss. Da beide Teams schwer zu orakeln waren und sind, kann ich mir ein Unentschieden durchaus vorstellen. Das hilft den Russen nicht, aber den Algeriern.
Ich tippe also auf den Gruppensieg für Belgien und den 2. Platz für Algerien.
...jetzt zählen wir nur noch die Minuten, bis es in Recife für unser Team losgeht.
Fingers x'ed // Daumen sind gedrückt!!!
...Sa Le
Ich tippe also auf den Gruppensieg für Belgien und den 2. Platz für Algerien.
...jetzt zählen wir nur noch die Minuten, bis es in Recife für unser Team losgeht.
Fingers x'ed // Daumen sind gedrückt!!!
...Sa Le
Donnerstag, 12. Juni 2014
All Eyes On Brasil 2014: Gruppe H
Heute Abend geht es endlich los. (Juchuuu!) Zeit, auf die letzte der ganzen Gruppen zu blicken. Gruppe H ist wieder vermeintlich einfach, da sie wahrscheinlich von einem Team dominiert wird. Gucken wir mal drauf und danach zählen wir die Stunden, Minuten und Sekunden bis zum Anpfiff des Eröffnungsspiels Brasilien gegen Kroatien... :-)
Belgien.
Das Team von unserem alten Bekannten Marc Wilmots kann sich sehen lassen. Auf allen Positionen spielen Männer aus den besten Ligen Europas und so ist Belgien vielleicht sogar zurecht für einige ein Geheimfavorit. Es ist die erste Teilnahme seit 2002 (ganz schön lange Pause), aber schon die 12. Teilnahme an einer WM. Verstecken müssen sich unsere Nachbarn also nicht, schon gar nicht in dieser Gruppe. Warum?
Im Tor sind mit Thibaut Courtois (Atletico Madrid), Simon Mignolet (FC Liverpool) und Sammy Bossut (SV Zulte-Waregem) drei Männer unter 30 in den Kader berufen worden. In der Abwehr ist der älteste dann aber auch gleich alt: Daniel Van Buyten (Bayern) ist mit seinen 36 Jahren sogar der Dino dest gesamten Teams. Seine jüngeren Kollegen auf dieser Position müssen sich aber nicht verstecken. Toby Alderweireld (Atletico Madrid), Laurent Ciman (Standard Lüttich), Vincent Kompany (ManCity), Nicolas Lombaerts (Zenit St. Petersburg), Anthony Vanden Borre (RSC Anderlecht), Thomas Vermaelen (Arsenal) und Jan Vertonghen (Tottenham) sind (fast) alle in Topvereinen in Topligen unter Vertrag.
Auch im Mittelfeld stehen mit Nacer Chadli (Tottenham), Kevin de Bruyne (VfL Wolfsburg), Steven Defour (FC Porto), Moussa Dembele (Tottenham), Marouane Fellaini (ManU) und Axel Witsel (Zenit St. Petersburg) starke Leute auf Wilmots Liste.
Im Angriff hat Belgien dann auch einen Top-Mann mit Eden Hazard von Chelsea, aber Adnan Januzaj (ManU), Romelu Lukaku, Kevin Mirallas (beide Everton), Divock Origi (OSC Lille) und Dries Mertens (SSC Neapel) können auch Tore bei den Großen schießen.
Star der Mannschaft ist natürlich Eden Hazard. Er ist eines der größten Talente Belgiens und kann fußballerisch fast alles: hohes Tempo, starke Schüsse, Dribblings. Marc Wilmots vergleicht ihn sogar mit Zidane. Aber ein kleiner Star ist auch immer eine kleine Diva und so benimmt sich Hazard eben auch. Ob's ein Burger vor dem Stadion ist, wenn er im Spiel ausgewechselt wird und wütend das Stadion verlässt oder Kritik an seinem Trainer Mourinho, worauf der ja so gar nicht steht. Er trat schon mal nach einem Balljungen und sah dafür Rot, er kommt auch gerne mal zu spät zum Abschlusstraining. Alles Dinge, die er abstellen muss, wenn er ein richtig Großer wie Zidane werden will. Bei der WM kann er sein Talent aber erst mal für alle unter Beweis stellen.
Mein Fazit:
Belgien wird die Gruppe klar gewinnen. Im Achtelfinale wartet dann mit Portugal schon ein dicker Brocken. Wenn sie das Spiel gewinnen, geht vielleicht noch mehr.
Russland.
Russland hat sich langfristig Großes vorgenommen. 2018 sind sie Ausrichter der WM. Und mit Fabio Capello wurde ein dicker Fisch fürs Traineramt gefangen. Diese WM ist aber erst die dritte Teilnahme überhaupt und so kann man gar nicht allzu viel über die Russen sagen. Capello setzt auf ein ausschließlich in Russland spielendes Team. Das ist interessant und ...anders.
Fürs Tor setzt Capello auf Igor Akinfeev (ZSKA Moskau), Yuriy Lodygin (Zenit St. Petersburg) und Sergey Ryzhikov (Rubin Kasan). In der Abwehr vertraut der Italiener auf Vasiliy Berezutskiy (ZSKA Moskau), Andrey Eshchenko (Anschi Machatschkala), Vladimir Granat (Dynamo Moskau), Sergey Ignashevich (ZSKA Moskau), Dmitriy Kombarov (Spartak Moskau), Aleksey Kozlov (Dynamo Moskau), Andrey Semenov (Terek Grosny) und Georgiy Shchennikov (ZSKA Moskau). Fürs Mittelfeld sind Igor Denisov (Dynamo Moskau), Alan Dzagoev (ZSKA Moskau), Viktor Fayzullin (Zenit St. Petersburg), Roman Shirokov (FK Krasnodar), Denis Glushakov (Spartak Moskau), Oleg Shatov (Zenit St. Petersburg) und Yuriy Zhirkov (Dinamo Moskau) in den engültigen Kader berufen und den Abschluss machen Aleksey Ionov (Dynamo Moskau), Maksim Annunikov (FK Amkar Perm), Aleksandr Kerzhakov (Zenit St. Petersburg), Alksandr Kokorin (Dynamo Moskau) und Aleksandr Samedov (Lokomotive Moskau) im Sturm.
Der Star der Mannschaft ist der Trainer. Ich weiß, das habe ich schon bei den USA geschrieben, aber dieses Mal meine ich es so. Denn, hey, wen kennt ihr aus Russland - außer Andrei Arshavin?! Der hat wenigstens bei einem nicht-russischen Verein gespielt (nämlich bei Arsenal). Die Jungs von Capello haben keinerlei Auslandserfahrung, was definitiv als Schwachpunkt ausgelegt werden darf. Insofern wird es auf Capellos Trainerkünste ankommen, wenn die Russen weit kommen wollen. Damit sind wir auch schon bei den Sorgen der Experten. Viele halten die Russen nicht für fähig, in dieser Gruppe etwas zu gewinnen. Das geht mir allerdings zu weit. Auch wenn Arshavin gar nicht nominiert war, so haben die Russen trotzdem ihre Quali-Gruppe gewonnen - vor Portugal. Gegen Nordirland verloren sie allerdings 0:1 - Portugal schlug die Nordiren gerade erst mit 5:1. Schönen Fußball werden wir wohl nicht oft sehen, Capello setzt eher auf die Abwehr. Wenn die Jungs allerdings Beton anrühren, dann kann durchaus was gehen nach vorne. Sich nur auf die Abwehr zu verlassen, wäre auch zuviel des Guten.
Die angesprochene Schwäche in Sachen Auslandserfahrung kann eventuell ein Vorteil werden, denn wie wir von den Spaniern wissen, ist es sehr hilfreich, wenn Mannschaftsteile sich aus einigen wenigen Clubs kennen. Dass es auch nichts bringen kann, sieht man an den Deutschen. ;-) Man kann es also so oder so sehen.
Mein Fazit:
Insgesamt sind die Russen schwer einzuschätzen. Wahrscheinlich wird das Spiel gegen Südkorea entscheiden. Ich schätze aber, dass die Südkoreaner sich durchsetzen werden. Nach der Vorrunde ist Schluss für die Russen.
Südkorea.
Südkorea wird als erstes in der Gruppe gegen die Russen antreten und kann in dem Spiel schon den Grundstein fürs Weiterkommen legen. Trainer der Südkoreaner ist Hong Myung-Bo, sozusagen ein Nationalheld. Er ist Rekordspieler des Landes und war 2002 bei der WM in Japan und Südkorea Kapitän seines Teams. Bei der WM bekam er sogar den bronzenen Ball für den drittbesten Spieler des Turniers. Als Spieler unantastbar, als Trainer noch nicht einschätzbar. Erster Fingerzeig war die Bronzemedaille für Südkorea bei den Olympischen Spielen in London 2012. Der Blick auf den 23-Mann-Kader offenbart zumindest ein paar Legionäre in den großen Ligen Europas:
Im Tor stehen drei Heimatakteure auf Myung-Bos Zettel mit Jung Sungryong, Kim Seunggyu und Lee Bumyoung. In der Abwehr ist die Zahl der Legionäre danach natürlich höher. Mit Hong Jeongho (Augsburg), Hwang Seokho, Kim Changsoo, Kim Jinsoo (spielen alle in Japan), Kim Younggwon (spielt in China), Kwak Taehwi (spielt in Saudi-Arabien) und Yun Sukyoung (Queens Park Rangers). Nur Lee Yong spielt in Südkorea. Auch das Mittelfeld ist bunt gemischt mit Ha Daesung (spielt in China), Han Kookyoung (spielt in Japan), Ji Dongwon (Augsburg), Ki Sungyueng (Sunderland), Kim Bokyung (Cardiff City), Lee Chungyong (Bolton Wanderers), Park Jongwoo (spielt in China) und Son Heung-min (Leverkusen).
Auf Torejagd werden Kim Shinwook, Lee Keunho (spielen beide in Südkorea), Koo Ja-cheol (Mainz 05) und Park Chuyoung (Watford) gehen.
Star des Teams war mal Ji-Sung Park, der hat seine Schuhe aber schon an den Nagel gehängt. Bei dieser WM wird den Bundesliga-Profis eine relativ wichtige Rolle beigemessen, allen voran Son Heung-Min von Leverkusen. Er gilt in seiner Heimat als großer Hoffnungsträger und wird dort verehrt wie ein Popstar. Wie wir wissen, sind die Asiaten in Sachen Fantum deutlich extremer als andere, weshalb Son in seiner Heimat nirgends unerkannt bleibt. Das hat allerdings nicht nur Nachteile. Die asiatischen Vereine sind gerne Franchises und ziehen auch große Sponsoren an Land. Son wird z.B. für den Trikotsponsor von Leverkusen weltweiter Werbestar - für eine "kleine" Summe, versteht sich.
Mein Fazit:
Südkorea ist wie Russland schwer einzuschätzen. Ich denke aber, dass mit diesem Kader ein Quäntchen mehr möglich ist. Südkorea wird Gruppenzweiter und damit Gegner der deutschen Mannschaft im Achtelfinale. Dort ist dann aber Schluss.
Algerien.
Ein fast unbeschriebenes Blatt sind die "Les Fennecs", die Wüstenfüchse, aus Algerien, obwohl es die vierte WM-Teilnahme ist - sogar die zweite in Folge. Trainiert wird das Team seit 2011 vom Bosnier Vahid Halilhodzic. Das hilft noch nicht zur Meinungsbildung. Aber ein Blick auf den Kader erleichtert das Ganze:
Als Torhüter hat Halilhodzic Mohamed Zemmamouche, Cedric Si Mohamed (spielen in Algerien) uns Rais Mbolhi (ZSKA Sofia) in Brasilien mit dabei. Hilfe beim Verhindern von Toren bekommt die Nr. 1 von Carl Medjani (Valenciennes), Aissa Mandi (Reims), Madjid Bougherra (spielt in Katar), Faouzi Ghoulam (Neapel), Rafik Halliche (Academica Coimbra), Essaid Belkalem (Watford), Liassine Cadamuro (RCD Mallorca), Djamel Mesbah (Livourne) und Mehdi Mostefa (AC Ajaccio). Die Tendenz der algerischen Spieler, ihr Geld in Frankreich zu verdienen ist aus historischen und sprachlichen Gründen leicht zu verstehen. Auch Italien oder Spanien liegen auf der Hand. So ist es dann auch kein Wunder, wo die Mittelfelder ihre Brötchen verdienen. Sofiane Feghouli in Valencia, Saphir Taider bei Inter Mailand, Medhi Lacen bei Getafe, Abdelmoumen Djabou spielt in Tunesien, Yacine Brahimi in Grenade, Hassan Yebda für Udinese Calcio, Nabil Bentaleb in Tottenham und Riyad Mahrez in Leicester (und damit schon ziemlich nördlich ;-)). Die Stürmer sind auch in warmen Europagefilden unter Vertrag. Islam Slimani spielt für Sporting Portugal, Hilal Soudani für Dinamo Zagreb und Nabil Ghilas für den FC Porto.
Der Star des Teams ist nicht so einfach auszumachen, da die algerischen Profis nicht zu meinen Steckenpferden gehören, gebe ich zu. Wenn ich jemanden als Star "abstempeln" sollte, würde meine Wahl auf Sofiane Feghouli fallen. Der gebürtige Franzose verdient sein Geld derzeit in Valencia. Für den FC kann er in der Liga, dem Pokal und der Europa League Einsatzzeiten vorweisen. Mit seinen 24 Lenzen kann er noch viel erreichen, wenn er sich weiter so reinschmeißt.
Mein Fazit:
Algerien ist nicht erfahren genug und hat auch keinen so breiten Kader. Das Aus kommt schon nach der Gruppenphase.
Das war's mit den Gruppen. Heute Abend geht's los! Ich bin gespannt...
Brasilien oder Kroatien???
...Sa Le
Belgien.
Das Team von unserem alten Bekannten Marc Wilmots kann sich sehen lassen. Auf allen Positionen spielen Männer aus den besten Ligen Europas und so ist Belgien vielleicht sogar zurecht für einige ein Geheimfavorit. Es ist die erste Teilnahme seit 2002 (ganz schön lange Pause), aber schon die 12. Teilnahme an einer WM. Verstecken müssen sich unsere Nachbarn also nicht, schon gar nicht in dieser Gruppe. Warum?
Im Tor sind mit Thibaut Courtois (Atletico Madrid), Simon Mignolet (FC Liverpool) und Sammy Bossut (SV Zulte-Waregem) drei Männer unter 30 in den Kader berufen worden. In der Abwehr ist der älteste dann aber auch gleich alt: Daniel Van Buyten (Bayern) ist mit seinen 36 Jahren sogar der Dino dest gesamten Teams. Seine jüngeren Kollegen auf dieser Position müssen sich aber nicht verstecken. Toby Alderweireld (Atletico Madrid), Laurent Ciman (Standard Lüttich), Vincent Kompany (ManCity), Nicolas Lombaerts (Zenit St. Petersburg), Anthony Vanden Borre (RSC Anderlecht), Thomas Vermaelen (Arsenal) und Jan Vertonghen (Tottenham) sind (fast) alle in Topvereinen in Topligen unter Vertrag.
Auch im Mittelfeld stehen mit Nacer Chadli (Tottenham), Kevin de Bruyne (VfL Wolfsburg), Steven Defour (FC Porto), Moussa Dembele (Tottenham), Marouane Fellaini (ManU) und Axel Witsel (Zenit St. Petersburg) starke Leute auf Wilmots Liste.
Im Angriff hat Belgien dann auch einen Top-Mann mit Eden Hazard von Chelsea, aber Adnan Januzaj (ManU), Romelu Lukaku, Kevin Mirallas (beide Everton), Divock Origi (OSC Lille) und Dries Mertens (SSC Neapel) können auch Tore bei den Großen schießen.
Star der Mannschaft ist natürlich Eden Hazard. Er ist eines der größten Talente Belgiens und kann fußballerisch fast alles: hohes Tempo, starke Schüsse, Dribblings. Marc Wilmots vergleicht ihn sogar mit Zidane. Aber ein kleiner Star ist auch immer eine kleine Diva und so benimmt sich Hazard eben auch. Ob's ein Burger vor dem Stadion ist, wenn er im Spiel ausgewechselt wird und wütend das Stadion verlässt oder Kritik an seinem Trainer Mourinho, worauf der ja so gar nicht steht. Er trat schon mal nach einem Balljungen und sah dafür Rot, er kommt auch gerne mal zu spät zum Abschlusstraining. Alles Dinge, die er abstellen muss, wenn er ein richtig Großer wie Zidane werden will. Bei der WM kann er sein Talent aber erst mal für alle unter Beweis stellen.
Mein Fazit:
Belgien wird die Gruppe klar gewinnen. Im Achtelfinale wartet dann mit Portugal schon ein dicker Brocken. Wenn sie das Spiel gewinnen, geht vielleicht noch mehr.
Russland.
Russland hat sich langfristig Großes vorgenommen. 2018 sind sie Ausrichter der WM. Und mit Fabio Capello wurde ein dicker Fisch fürs Traineramt gefangen. Diese WM ist aber erst die dritte Teilnahme überhaupt und so kann man gar nicht allzu viel über die Russen sagen. Capello setzt auf ein ausschließlich in Russland spielendes Team. Das ist interessant und ...anders.
Fürs Tor setzt Capello auf Igor Akinfeev (ZSKA Moskau), Yuriy Lodygin (Zenit St. Petersburg) und Sergey Ryzhikov (Rubin Kasan). In der Abwehr vertraut der Italiener auf Vasiliy Berezutskiy (ZSKA Moskau), Andrey Eshchenko (Anschi Machatschkala), Vladimir Granat (Dynamo Moskau), Sergey Ignashevich (ZSKA Moskau), Dmitriy Kombarov (Spartak Moskau), Aleksey Kozlov (Dynamo Moskau), Andrey Semenov (Terek Grosny) und Georgiy Shchennikov (ZSKA Moskau). Fürs Mittelfeld sind Igor Denisov (Dynamo Moskau), Alan Dzagoev (ZSKA Moskau), Viktor Fayzullin (Zenit St. Petersburg), Roman Shirokov (FK Krasnodar), Denis Glushakov (Spartak Moskau), Oleg Shatov (Zenit St. Petersburg) und Yuriy Zhirkov (Dinamo Moskau) in den engültigen Kader berufen und den Abschluss machen Aleksey Ionov (Dynamo Moskau), Maksim Annunikov (FK Amkar Perm), Aleksandr Kerzhakov (Zenit St. Petersburg), Alksandr Kokorin (Dynamo Moskau) und Aleksandr Samedov (Lokomotive Moskau) im Sturm.
Der Star der Mannschaft ist der Trainer. Ich weiß, das habe ich schon bei den USA geschrieben, aber dieses Mal meine ich es so. Denn, hey, wen kennt ihr aus Russland - außer Andrei Arshavin?! Der hat wenigstens bei einem nicht-russischen Verein gespielt (nämlich bei Arsenal). Die Jungs von Capello haben keinerlei Auslandserfahrung, was definitiv als Schwachpunkt ausgelegt werden darf. Insofern wird es auf Capellos Trainerkünste ankommen, wenn die Russen weit kommen wollen. Damit sind wir auch schon bei den Sorgen der Experten. Viele halten die Russen nicht für fähig, in dieser Gruppe etwas zu gewinnen. Das geht mir allerdings zu weit. Auch wenn Arshavin gar nicht nominiert war, so haben die Russen trotzdem ihre Quali-Gruppe gewonnen - vor Portugal. Gegen Nordirland verloren sie allerdings 0:1 - Portugal schlug die Nordiren gerade erst mit 5:1. Schönen Fußball werden wir wohl nicht oft sehen, Capello setzt eher auf die Abwehr. Wenn die Jungs allerdings Beton anrühren, dann kann durchaus was gehen nach vorne. Sich nur auf die Abwehr zu verlassen, wäre auch zuviel des Guten.
Die angesprochene Schwäche in Sachen Auslandserfahrung kann eventuell ein Vorteil werden, denn wie wir von den Spaniern wissen, ist es sehr hilfreich, wenn Mannschaftsteile sich aus einigen wenigen Clubs kennen. Dass es auch nichts bringen kann, sieht man an den Deutschen. ;-) Man kann es also so oder so sehen.
Mein Fazit:
Insgesamt sind die Russen schwer einzuschätzen. Wahrscheinlich wird das Spiel gegen Südkorea entscheiden. Ich schätze aber, dass die Südkoreaner sich durchsetzen werden. Nach der Vorrunde ist Schluss für die Russen.
Südkorea.
Südkorea wird als erstes in der Gruppe gegen die Russen antreten und kann in dem Spiel schon den Grundstein fürs Weiterkommen legen. Trainer der Südkoreaner ist Hong Myung-Bo, sozusagen ein Nationalheld. Er ist Rekordspieler des Landes und war 2002 bei der WM in Japan und Südkorea Kapitän seines Teams. Bei der WM bekam er sogar den bronzenen Ball für den drittbesten Spieler des Turniers. Als Spieler unantastbar, als Trainer noch nicht einschätzbar. Erster Fingerzeig war die Bronzemedaille für Südkorea bei den Olympischen Spielen in London 2012. Der Blick auf den 23-Mann-Kader offenbart zumindest ein paar Legionäre in den großen Ligen Europas:
Im Tor stehen drei Heimatakteure auf Myung-Bos Zettel mit Jung Sungryong, Kim Seunggyu und Lee Bumyoung. In der Abwehr ist die Zahl der Legionäre danach natürlich höher. Mit Hong Jeongho (Augsburg), Hwang Seokho, Kim Changsoo, Kim Jinsoo (spielen alle in Japan), Kim Younggwon (spielt in China), Kwak Taehwi (spielt in Saudi-Arabien) und Yun Sukyoung (Queens Park Rangers). Nur Lee Yong spielt in Südkorea. Auch das Mittelfeld ist bunt gemischt mit Ha Daesung (spielt in China), Han Kookyoung (spielt in Japan), Ji Dongwon (Augsburg), Ki Sungyueng (Sunderland), Kim Bokyung (Cardiff City), Lee Chungyong (Bolton Wanderers), Park Jongwoo (spielt in China) und Son Heung-min (Leverkusen).
Auf Torejagd werden Kim Shinwook, Lee Keunho (spielen beide in Südkorea), Koo Ja-cheol (Mainz 05) und Park Chuyoung (Watford) gehen.
Star des Teams war mal Ji-Sung Park, der hat seine Schuhe aber schon an den Nagel gehängt. Bei dieser WM wird den Bundesliga-Profis eine relativ wichtige Rolle beigemessen, allen voran Son Heung-Min von Leverkusen. Er gilt in seiner Heimat als großer Hoffnungsträger und wird dort verehrt wie ein Popstar. Wie wir wissen, sind die Asiaten in Sachen Fantum deutlich extremer als andere, weshalb Son in seiner Heimat nirgends unerkannt bleibt. Das hat allerdings nicht nur Nachteile. Die asiatischen Vereine sind gerne Franchises und ziehen auch große Sponsoren an Land. Son wird z.B. für den Trikotsponsor von Leverkusen weltweiter Werbestar - für eine "kleine" Summe, versteht sich.
Mein Fazit:
Südkorea ist wie Russland schwer einzuschätzen. Ich denke aber, dass mit diesem Kader ein Quäntchen mehr möglich ist. Südkorea wird Gruppenzweiter und damit Gegner der deutschen Mannschaft im Achtelfinale. Dort ist dann aber Schluss.
Algerien.
Ein fast unbeschriebenes Blatt sind die "Les Fennecs", die Wüstenfüchse, aus Algerien, obwohl es die vierte WM-Teilnahme ist - sogar die zweite in Folge. Trainiert wird das Team seit 2011 vom Bosnier Vahid Halilhodzic. Das hilft noch nicht zur Meinungsbildung. Aber ein Blick auf den Kader erleichtert das Ganze:
Als Torhüter hat Halilhodzic Mohamed Zemmamouche, Cedric Si Mohamed (spielen in Algerien) uns Rais Mbolhi (ZSKA Sofia) in Brasilien mit dabei. Hilfe beim Verhindern von Toren bekommt die Nr. 1 von Carl Medjani (Valenciennes), Aissa Mandi (Reims), Madjid Bougherra (spielt in Katar), Faouzi Ghoulam (Neapel), Rafik Halliche (Academica Coimbra), Essaid Belkalem (Watford), Liassine Cadamuro (RCD Mallorca), Djamel Mesbah (Livourne) und Mehdi Mostefa (AC Ajaccio). Die Tendenz der algerischen Spieler, ihr Geld in Frankreich zu verdienen ist aus historischen und sprachlichen Gründen leicht zu verstehen. Auch Italien oder Spanien liegen auf der Hand. So ist es dann auch kein Wunder, wo die Mittelfelder ihre Brötchen verdienen. Sofiane Feghouli in Valencia, Saphir Taider bei Inter Mailand, Medhi Lacen bei Getafe, Abdelmoumen Djabou spielt in Tunesien, Yacine Brahimi in Grenade, Hassan Yebda für Udinese Calcio, Nabil Bentaleb in Tottenham und Riyad Mahrez in Leicester (und damit schon ziemlich nördlich ;-)). Die Stürmer sind auch in warmen Europagefilden unter Vertrag. Islam Slimani spielt für Sporting Portugal, Hilal Soudani für Dinamo Zagreb und Nabil Ghilas für den FC Porto.
Der Star des Teams ist nicht so einfach auszumachen, da die algerischen Profis nicht zu meinen Steckenpferden gehören, gebe ich zu. Wenn ich jemanden als Star "abstempeln" sollte, würde meine Wahl auf Sofiane Feghouli fallen. Der gebürtige Franzose verdient sein Geld derzeit in Valencia. Für den FC kann er in der Liga, dem Pokal und der Europa League Einsatzzeiten vorweisen. Mit seinen 24 Lenzen kann er noch viel erreichen, wenn er sich weiter so reinschmeißt.
Mein Fazit:
Algerien ist nicht erfahren genug und hat auch keinen so breiten Kader. Das Aus kommt schon nach der Gruppenphase.
Das war's mit den Gruppen. Heute Abend geht's los! Ich bin gespannt...
Brasilien oder Kroatien???
...Sa Le
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